Menschen & Geschichten · Redaktionelles Quellenporträt

Raúl Krauthausen: Geschichten erzählen und Barrieren abbauen

Raúl Krauthausen schreibt, moderiert und setzt sich für Teilhabe ein. Mit persönlichen Erfahrungen stellt er die Frage, wie unsere Gesellschaft zugänglicher werden kann.

CFS-Magazin veröffentlicht: · Quellen geprüft: 22.10.2026

Raúl Krauthausen spricht im Rollstuhl an einem Mikrofon bei einer Kundgebung in Berlin im September 2020.
Raúl Krauthausen bei einer Klimaschutzkundgebung in Berlin am 7. September 2020. Historische Originalaufnahme. Foto: Scientists For Future/Stefan Müller / Wikimedia Commons, CC BY 2.0. Unveränderte Originaldatei. Originaldatei öffnen.

Texte, Gespräche und Ideen für Teilhabe

Auf seiner Website stellt sich Raúl Krauthausen als Inklusionsaktivist und Medienmacher aus Berlin vor. Die SOZIALHELD*INNEN führen ihn als Gründer und Vorstand. Seine Texte, Gespräche und Projekte beschäftigen sich mit einer zugänglicheren Gesellschaft. Wenn er persönlich erzählt, ist auch ein politisches Anliegen dabei: Menschen mit Behinderungen sollen selbst mitbestimmen und in allen Lebensbereichen dazugehören.

Vom Podcast bis zum Kinderbuch

In seinem Podcast Im Aufzug spricht Krauthausen mit Gästen über Politik, Gesellschaft und das Leben. Mit Adina Hermann hat er außerdem das Kinderbuch Als Ela das All eroberte gestaltet. Die Hauptfigur nutzt einen Rollstuhl und interessiert sich für Planeten und Raumfahrt. In seinen Büchern und Medien begegnet dir Behinderung in vielen Geschichten, ohne das einzige Thema eines Menschen zu sein. Auf der Buchseite verlinkt er auch Fassungen in Einfacher Sprache und weitere zugängliche Formate.

Nähe, Unsicherheit und Zustimmung

Im eigenen Text Berührungsarmut vom 22. August 2026 beschreibt Krauthausen, wie Unsicherheit Abstand zwischen Menschen schaffen kann. Er unterscheidet praktische Berührungen im Assistenzalltag von freiwilliger menschlicher Nähe. Er wünscht sich entspanntere Begegnungen und betont zugleich die Zustimmung vor einer Berührung. Das ist seine persönliche Perspektive. Was andere behinderte oder chronisch erkrankte Menschen mögen, lässt sich daraus nicht allgemein ableiten.

Zugang und Selbstbestimmung betreffen viele Lebenssituationen

Krauthausen beschreibt Inklusion auf seiner Website als Menschenrecht. Die SOZIALHELD*INNEN verweisen bei seiner Arbeit unter anderem auf Wheelmap für rollstuhlgerechte Orte und Leidmedien für Berichterstattung ohne Klischees. Zugang, Selbstbestimmung und die Sprache über Menschen sind auch für unser Magazin über ME/CFS, Long COVID und andere Behinderungen wichtig. Sie betreffen unterschiedliche Lebenssituationen. Eine Erkrankung Krauthausens an ME/CFS oder Long COVID behaupten wir damit nicht.

Was ihn mit LIORA.Live verbindet

Das veröffentlichte Programm für LIORA.Live am 20. Oktober 2026 in Gelsenkirchen nennt Raúl Krauthausen und Sema Gedik für ein Gespräch über Freizeit, Mode und Ehrenamt. Der Tag widmet sich nicht sichtbaren Behinderungen. Dazu gehört eine Verbindung zu unserem Magazin: mypacing, ein Eigenangebot des Magazinbetreibers SIGAtech, war ebenfalls vertreten und ist im Programm unter den Aktiven und Unterstützenden vor Ort gelistet. Das belegt keine persönliche Zusammenarbeit, App-Nutzung oder Empfehlung durch Krauthausen. Einen eigenen Bericht über seinen Bühnenauftritt liefern wir hier nicht.

Seine eigenen Texte und Medien entdecken

Du kannst mit dem verlinkten Originaltext oder seiner Website anfangen. Dort wählst du selbst, welche Podcasts, Bücher oder weiteren Veröffentlichungen du öffnen möchtest. Hier startet weder Ton noch Video automatisch. Unser redaktioneller Alltagstipp: Frage nach einem passenden Kontaktweg und nach Zustimmung. Sichtbares Engagement verrät dir nicht die verfügbare Kraft oder persönliche Wünsche eines Menschen. Niemand muss öffentlich aktiv sein, um mit seinen Anliegen ernst genommen zu werden.

Hier findest du die Originale

Wann die Originale erschienen sind

Seit der Veröffentlichung haben wir für dieses Porträt keinen weiteren Nachtrag ausgewiesen.

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