Unsichtbare Barrieren sichtbar machen
Die Initiative Stille Stunde kündigte LIORA.Live gemeinsam mit den Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW und mit Unterstützung von Schalke hilft an. Vorgesehen war ein Rahmen aus Unterhaltung und Information über nicht sichtbare Behinderungen. Diese Ausrichtung geht über einzelne Diagnosen hinaus und betrifft auch Fragen, die Menschen mit Long COVID oder ME/CFS im Alltag beschäftigen.
Teilhabe beginnt vor der Tür
Für viele Erkrankte reicht die Möglichkeit zur Anreise nicht aus. Geräusche, Licht, lange Wege innerhalb eines Gebäudes und fehlende Rückzugsmöglichkeiten können zusätzliche Hürden bilden. Aus Sicht des Magazins lohnt es sich deshalb, Veranstaltungsinformationen um konkrete Angaben zu Sitzgelegenheiten, Reizen und digitalen Alternativen zu ergänzen. Damit wird keine generelle Verträglichkeit einer Teilnahme versprochen.
Dazu passend: Licht und Geräusche: Reize im Alltag reduzieren
Programmankündigung und Bericht unterscheiden
Die veröffentlichten Informationen beschreiben das geplante Programm. Sie belegen für sich genommen nicht, welche angekündigten Personen tatsächlich auftraten oder wie viele Menschen teilnahmen. Solche Aussagen sowie eigene Vor-Ort-Zitate ergänzen wir erst mit belastbarer Dokumentation. Originalaufnahmen und weitere Informationen sind über die verlinkten Veranstalterseiten erreichbar.
Auch Nichtteilnahme gehört dazu
Sichtbarkeit darf nicht voraussetzen, dass schwer Erkrankte zu einer Veranstaltung kommen. Angehörige und Unterstützende können Informationen weitertragen, ohne stellvertretend über die Wünsche einzelner Menschen zu entscheiden. Ebenso wichtig bleibt eine ruhige, später zugängliche Dokumentation für diejenigen, die weder vor Ort noch live dabei sein konnten.



